CMD   CranioMandibuläre Dysfunktion                                                                                       


       Die Beschreibung auf dieser Seite soll zu einem Überblick verhelfen und kann
       nicht alle Facetten der CMD ansprechen und erklären. Dies sollte dem ausführlichen
       Gespräch zwischen Patient und Zahnarzt vorbehalten sein!

 

       Was ist das?

       CMD "Cranio-Mandibuläre Dysfunktion" beschreibt die Fehlfunktion des "Kau-Systems"
       und die Auswirkungen auf den ganzen Körper, besonders auf die Körperstatik;
       früher auch beschrieben mit: Myoarthropathie, Schmerz-Dysfunktions-Syndrom,
       Kiefergelenks-Störung

 

       Symptome

       Beschwerden, die durch eine CMD verursacht werden können, sind sehr vielschichtig
       und oft auf den ersten Blick nicht mit der Erkrankung in Zusammenhang zu bringen.

       Symptome (Schmerzen, Fehlfunktionen) können direkt am Kausystem
       (Kiefergelenk, Kaumuskeln etc.) aber auch in anderen Bereichen des Körpers
       auftreten: z.B.

       -Nacken-, Rücken-, Kopf-, Gelenk-, Gesichtsschmerzen,
      - Knacken der Wirbel
       -Beckenschiefstand
       -Verdauungsstörungen,
       -Hörstörungen (Tinnitus)
       -Sehstörungen
       -Schwindel
       -Kreislaufbeschwerden, Blutdruck (zu hoch und zu niedrig)
       -Kloßgefühl in Hals, Brustschmerz (Bronchien)
       -Angst und Depressionen, Antriebslosigkeit
       -Schlafstörungen, Müdigkeit
       -verminderte Stresstoleranz
       - u. a. m.


     
   Die Vielzahl und Unterschiede der Symptome erklärt sich u.a. aus der "Verschaltung"
        der Nervenstränge in unserem Körper (F. J. Saha, Zahn Prax 11,6,418-421 (2008)).


       Diagnose

       Da die Symptome der CMD so vielfältig sind, ist eine Zusammenarbeit der verschiedenen
       Fachrichtungen (ZA, HNO, Orthopädie, Physiotherapie, Allgemein-Arzt u.a.) zwingend erforderlich,
       da andere Ursachen, die ähnliche Beschwerden verursachen können, ausgeschlossen werden müssen.
       Da die CMD erst seit kurzem als Krankheit bekannt ist, wird sie oft nicht erkannt und in Folge
       auch nicht behandelt, ja oft der Patient als Simulant dargestellt, obwohl massive Beschwerden bestehen.
       Ist keine eindeutige Ursache für ein Symptom/Krankheit festzustellen, sollte immer auch
       an die CMD gedacht werden (durch fortgebildeten ZA abzuklären).

      

       Therapie

       Die Therapie einer behandlungsbedüftigen CMD sollte unter der Regie des Zahnarztes in Zusammenarbeit mit
       einem Manual-, Physiotherapeuten erfolgen, aber auch andere Fachrichtungen mit einbeziehen.

       In der ersten Sitzungen wird nach Vorbehandlung durch den Manual-Therapeuten eine
       spezielle "Knirscherschiene" (Zahnschiene) eingesetzt und bei den nachfolgenden Terminen (manuelle Therapie
       und ZA) immer wieder entsprechend angepasst. Die Behandlung erfolgt in Abständen von 1-4 Wochen
       und dauert i.d.R. mehrere Monate bis zu einem Jahr. Auch eine entsprechende Funktionsanalyse gehört dazu.

       Zeigen sich nach der manuellen Therapie keine Veränderungen bezüglich der Biß-Situation (Schiene)
       mehr und ist der Patient beschwerdefrei,
       wird die Okklusion (entsprechend dem Zubiß mit Schiene) durch z.B. Overlays, Kronen, KFO etc.
       dauerhaft in die Zähne umgesetzt.

       Nicht jede CMD ist auch behandlungsbedürftig, viel mehr  bestimmt die Art und der Umfang der Beschwerden,
       ob eine Behandlung angezeigt ist. Wohl ist aber vor einer größeren Veränderung im Kausystem (Kronen,
       Brücken, Implantate etc.) zu prüfen, ob eine Vorbehandlung der CMD notwendig ist.
 

       Kosten

       Die Kosten einer CMD-Therapie werden z. Z. von den gesetzlichen Krankenkassen nur in geringem Umfang
       übernommen und sind daher meist vom Patienten selbst oder einer privaten (Zusatz-) Versicherung zu tragen.
       Die Höhe der Kosten kann entsprechend dem Beschwerdebild und der Zahnsituation stark schwanken.
       Daher ist eine allgemeine Aussage zur Höhe nicht möglich.

 

       weitere Informationen:  ZahnRat 80.pdf

 

 

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